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Was soll ein Museum sein? Welche Aufgaben soll es erfüllen – jetzt und in der Zukunft? Gibt es Sammlungsbereiche, von denen man sich trennen sollte? Wo liegen die Grenzen des Musealen und wie können gesellschaftlich relevante Themen – gerade mit Blick auf deren Geschichtlichkeit – aktuell und transparent interpretiert werden?
Solche Fragestellungen rütteln an den Grundfesten eines Museums und werden gerade deshalb von Mitarbeiter*innen der Tiroler Landesmuseen und einigen externen Forschenden gestellt. Die Publikation widmet sich weniger den zurechtgeputzten Seiten der Museumsarbeit. Vielmehr werden Ideen, Projekte und Vorhaben vorgestellt, die neue Ansätze vertreten, bei denen Themenfelder experimentell umgesetzt oder scheinbar bekannte Facetten neu interpretiert werden.
Die Texte und Diskussionsbeiträge reflektieren u. a. die Veranstaltungsreihe „Forum Museum“, blicken auf Möglichkeiten des Marketings und stellen Überlegungen zur Zukunft digitaler Sammlungen in den Naturwissenschaften sowie allgemein zu den Möglichkeiten musealen Sammelns bzw. auch der Notwendigkeit des „Entsammelns“ an. Ihre theoretische Basis erhalten diese und weitere Betrachtungsweisen durch einen Beitrag von Michele Lanzinger, der Konsequenzen der neuen ICOM-Definition, beispielsweise in der Einbeziehung des Museumspublikums, einfordert.
Die einzelnen zwischen naturwissenschaftlichen Modellen und geisteswissenschaftlichen Realitäten stehenden Beiträge wollen gewohnte Denkmuster verlassen und an einem zukunftsorientieren Verständnis von Museum mitwirken.
Herausgegeben von Karl C. Berger, Markus Debertol, Rosanna Dematté, Laura Manfredi, Andreas Rudigier, Katharina Walter
280 Seiten, zahlreiche Abbildungen, gebunden
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